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Launeddas
Die Launeddas sind das Antikste
Musikinstrument der Welt, was man an einigen
archäologischen Funden, die auf die Zeit der
Nuraghen zurückzuführen sind, sehen kann. Sie werden
aus Sumpfrohren gebaut, die während des Vollmonds im
Februar geschnitten und mindestens drei Jahre lang abgelagert
werden. Das Instrument besteht aus drei Rohren:
der Bass, Su Tambu, ist das längste Rohr, das normalerweise
an mehreren Stellen gesetzt wird. Es gibt einen einzigen
Grave- Ton von sich und ist ganz ohne Bohrungen.
Das zweite Rohr, Sa Mancosa Manna, gibt einen begleitenden
Ton von sich und ist mit zwei Pechschnüren mit
dem Bass verbunden, gemeinsam formieren sie so Sa
Croba.
Das Instrument wird mit der linken Hand gespielt
indem der Daumen auf den unteren Teil, um das Gewicht
halten zu können, gepresst wird; es hat fünf Öffnungen mit
rechtwinkliger Form. Das dritte Rohr, Sa Mancosedda, das
kürzer ist als die Anderen, ist frei und gibt die melodischen
Töne von sich. Ins Innere der drei Rohre werden einfach
Rohrblätter eingelegt, Is Cabitzinas, welche die Töne produzieren.
Auf dem zweiten und auf dem dritten Rohr sind
einige Löcher, deren Abstände vorbestimmt sind, für die
verschiedenen Musik- Töne eingeschnitten. Um das
Instrument stimmen zu können, wird Bienenwachs verwendet:
es wird auf dem Rohrblatt aufgetragen und die
Quantität bestimmt die Intensität des Tons.
Leider oder auch zum Glück wird man nicht innerhalb
weniger Tage ein Spieler der Launeddas: manchmal werden
auch einige Monate benötigt. Zähigkeit und die Liebe
zu diesem Instrument sind die festen Werte, die man
haben muss, wenn man ein bevorzugter Spieler dieses
faszinierenden Instruments werden will. Die für die
Realisierung des Instrumentes notwendigen Geheimnisse
sind strikt den wenigen Konstrukteuren vorbehalten und auch die Spieler sind störrisch, was das verbreiten ihrer
Kunst betrifft. Die Haupttypen der Launeddas sind: Punto
d’Organo, Fiorassio, Mediana, Spinellu, Fiuda.
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